Mausoleum der Grafen von Wied-Runkel – Dierdorf
In Dierdorf im Kreis Neuwied, im ehemaligen Schlosspark gelegen, findet sich das Mausoleum der Grafen von Wied-Runkel.
Das Adelsgeschlecht der Grafen von Wied ist bereits aus dem 11. Jahrhundert bekannt. Aufgrund verschiedener Erbfolgen gab es sowohl Teilungen der Grafschaft als auch Wiedervereinigungen.
Die Grafen von Wied- Neuwied und Wied- Runkel wurden 1784 in den Fürstenstand erhoben. Als letzter regierender Fürst zu Wied gilt Fürst Friedrich Karl zu Wied-Neuwied. Dieser wehrte sich, 1806 dem Rheinbund beizutreten, was zur Folge hatte, dass das Fürstentum auf Druck Napoleons aufgelöst und dem Herzogtum Nassau übereignet wurde.
Die Ergebnisse des Wiener Kongresses 1814 – 1815 billigten den beiden Fürsten Johann Karl August zu Wied-Neuwied (1779-1836) und dessen Vetter Karl Ludwig Friedrich Alexander zu Wied-Runkel (1763-1824) als anerkannte Standesherren diverse Rechte als souveräne Fürsten zu.
Von Fürst Karl Ludwig Friedrich Alexander zu Wied-Runkel zwischen 1816 und 1818 erbaut, dient das Mausoleum sowohl als sein eigenes Grabmal als auch das seiner Vorfahren.
Im neugotischen Stil gearbeitet, weist das rechteckige Gebäude eine Größe von 5,35 m x 8 m auf und besitzt neben den üblichen Ecktürmen ein Schieferdach. Sechs in drei Bahnen gestaltete Fenster enden in Vierpässen, häufig in der Gotik verwendete Ornamente. Die Fenstersprossen sind ebenso aus Gusseisen wie das Maßwerk über der Eingangstür.
Elf Angehörige des Hauses Wied-Runkel sind in der Gruft bestattet, die sich im hinteren Teil des Raumes befindet. Dabei wurden auch Grabmale und Standbilder einiger ehemals in der Abtei Rommersdorf und dem Stift St. Florin in Koblenz beigesetzten Vorfahren des Fürsten in das Mausoleum überführt. Ein Grabmal wurde dabei zerstört.
Das Mausoleum der Grafen von Wied-Runkel wurde im Jahre 2000 grundlegend saniert und steht unter Denkmalschutz.
Adresse:
Mausoleum der Grafen von Wied-Runkel
im ehemaligen Schlosspark zwischen B 413 und Schlossstraße
56269 Dierdorf







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