Burg Ehrenstein
Von der einst stolzen Burg Ehrenstein ist heute, außer einem Aussichts- bzw. Artillerieturm, leider nur noch eine Ruine zu sehen.
Interessanterweise befindet sich die Burg in nicht sonderlich exponierter Lage. Zwischen den höher gelegenen Ortschaften Asbach und Neustadt gelegen, nimmt sie im idyllischen Mehrbachtal ihren Platz auf einer Felshöhe in 170 m über dem Meeresspiegel ein.
Wie prächtig sie einst gewesen ist, zeigt eine Abbildung auf einem Glasfenster in der Klosterruine Ehrenstein, unterhalb der Burg gelegen. Die Entstehung der Burg ist nicht eindeutig geklärt.
Es wird angenommen, dass die Burg von einem Ritter namens Rorich von Ütgenbach erbaut wurde. 1331 wird dieser als Herr von Ehrenstein und Besitzer der Burg das erste Mal urkundlich erwähnt.
Andererseits gibt es auch die Überlegung, ob die Burg einst den Templern gehörte, von diesen aufgrund des Verbotes der Bruderschaft durch Papst Clemens IV. aufgegeben wurde und durch Kauf in den Besitz des von Ütgenbach überging.
Mitte des 15. Jahrhunderts ging Burg Ehrenstein in den Besitz des Hauses Nesselrode über, in welchem sie bis Anfang der 1990er Jahre blieb.
Während des 30jährigen Krieges wurde die Burg besonders in den Jahren 1632 und 1634 von schwedischen Truppen, die vor Linz (Rheinland) lagen, schwer beschädigt.
Sie wurde nicht wieder aufgebaut und war zunehmend dem Verfall preisgegeben.
Im Jahre 1993 gab Graf Nesselrode seine Eigentumsrechte an der Burg auf. Seither herrenlos, befindet sie sich in stark sanierungsbedürftigen Zustand.
Seit dem Jahre 2007 kümmert sich die Generaldirektion Kulturelles Erbe um den Erhalt der Burg, welche als eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler des Kreises Neuwied gilt. Bisher wurden Sicherungsmaßnahmen durchgeführt und die nordöstliche Ringmauer wiederhergestellt.
Obwohl die Restaurierungsarbeiten andauern, lohnt ein Besuch der frei zugänglichen Burg allemal.
Adresse:
Burg Ehrenstein (Westerwald)
Kreuzbruderweg
53567 Asbach







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