Liebfrauenkirche Westerburg
Auf dem Berg Reichenstein, etwa 1 km von Westerburg entfernt in Richtung Hergenroth steht die Kirche Unserer Lieben Frau vom Reichenstein (Liebfrauenkirche). Bereits im Mittelalter war der Standort der katholischen Wallfahrtskirche Ziel zahlreicher Pilgerer, nachdem 1350 das Gnadenbild der heiligen Madonna gestiftet wurde.
1430 wurde das Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter „Mater Dolorosa“ gestiftet, welches sich heute auch wieder in der Kirche befindet.
Im 15. Jahrhundert wurde die Kapelle zu einem Kirchenbau erweitert und erhielt ihre heutige Größe. Im Februar 1498 wurde durch den Trierer Erzbischof Johann II. von Baden die Konsekrierung vorgenommen. Durch die 5 Bruderschaften, die damals hier bestanden, wurden aus dem ganzen Rheinland Pilgerfahrten nach Westerburg organisiert.
Mit dem Beginn der Reformation wurde das Gnadenbild entfernt und die Wallfahrtskirche aufgehoben. Die Kirche zerfiel letztendlich zur Ruine. Dennoch rissen die Pilgerfahrten nicht vollständig ab.
Im Jahre 1860 forcierte eine Gräfin aus Österreich den Bau einer katholischen Kirche bei Westerburg. 1898 wurde letztendlich der Grundstein gelegt, 1899 erfolgte die Weihung der neuen Kirche. Das Gnadenbild der „Schmerzhaften Mutter“ wurde zurückgegeben und in der neuen Kirche aufgestellt.
1925 wurde die Kirche zur Pfarrkirche von Westerburg, ehe 1964 die neu erbaute Pfarrkirche Christkönig dieses Amt übernahm. Dort befindet sich nun auch das ursprüngliche Gnadenbild der „Thronenden Madonna“.
Seit der Weihung und nachfolgenden Nutzung dieser neuen Pfarrkirche 1964 dient die Liebfrauenkirche wieder ausschließlich als Wallfahrtskirche.
Im Jahre 1997 hat sich ein Förderverein gegründet, der die Kirche erhalten und sie sowohl für religiöse, ökumenische als auch für kulturelle Veranstaltungen offenhalten möchte.






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